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Allgemeine Fragen im Vorfeld

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Wir sind davon überzeugt, dass man IT-Sicherheit auf akademischem Niveau weder lehren noch erlernen kann, wenn das notwendige Basiswissen in Informatik fehlt. Es ist beispielsweise kaum vorstellbar Kryptographie auf unserem Anspruchsniveau zu betreiben, wenn die mathematischen Grundlagen hierzu nicht ausreichen. Die Inhalte des Studiengangs bestehen daher in etwa zur Hälfte aus klassischen Inhalten eines Informatikstudiums und zur Hälfte aus Themen der IT-Sicherheit. Wir versuchen allerdings auch in den klassischen Modulen den Bogen zur IT-Sicherheit zu schlagen, sofern dies möglich und sinnvoll ist.

Der Studiengang nahm erstmals zum Wintersemester 2015/2016 (also zum Oktober 2015) Studierende auf. Im Oktober 2014 startete vorab ein Modellversuch mit einem Pilotjahrgang.

Mit dem Pilotjahrgang evaluierten wir die Konzepte des Studiengangs. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen direkt in die Optimierung organisatorischer Prozesse und in die Optimierung der Studieninhalte und der Lehre ein. Im September 2018 haben die ersten beiden Teilnehmer das Pilotjahrgangs ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, also nach 8 Semestern und damit ein Semester unter der Regelstudienzeit.

Grundsätzlich müssen Sie diese Frage natürlich für sich selbst beantworten.

Vielleicht helfen Ihnen aber auch ein paar statistische Angaben bei der Beantwortung der Frage. Das Durchschnittsalter unseres neuen Jahrgangs 2020 liegt bei 31 Jahren, die Spanne reicht von 18 bis 52 Jahren. Die durchschnittliche Berufserfahrung liegt bei 8,3 Jahren (davon durchschnittlich 5,9 Jahre im IT-Bereich), die Spanne reicht von 0 bis 24 Jahren.

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage. Eigentlich sind für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Informatik/IT-Sicherheit keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich, Sie müssen beispielsweise nicht programmieren können.

Oft ist bei technischen Studiengängen zu lesen, dass Mathematik auf Abiturniveau vorausgesetzt wird. Eigentlich ist diese Aussage falsch, denn es geht weniger um die Inhalte, die man in Mathematik bis zum Abitur vermittelt bekommen hat, sondern mehr um mathematische Denkweisen. Die Inhalte werden in den Mathematikmodulen des Studiengangs von Grund auf vermittelt, allerdings in einem recht hohen Tempo.

Nicht nur mit mathematischen Denkweisen sollten Sie vor Beginn des Studiums vertraut sein, auch mit Computern sollten Sie sich natürlich gern beschäftigen.

Wenn Sie die formalen Zulassungsvoraussetzungen für einen Bachelorstudiengang an der FAU erfüllen, also eine Hochschulzugangsberechtigung nachweisen können, müssen Sie für den Studiengang Informatik/IT-Sicherheit keine Vorkurse belegen. Nach unseren Erfahrungen kann allerdings ein Vorkurs in Mathematik sinnvoll sein, wenn Ihr Abitur schon mehrere Jahre zurück liegt oder wenn Sie die Hochschulzugangsberechtigung z.B. über berufliche Qualifizierung erworben haben. Details zu Mathe-Vorkursen finden Sie unter dem nachfolgenden Punkt hier im FAQ.

Falls Sie unsicher sind, ob ein Vorkurs in Ihrem Fall sinnvoll ist, dann kontaktieren Sie bitte die Studienberatung.

Mathe ist schwierig, weil es abstraktes, mathematisches Denken voraussetzt. Um einen Eindruck von dem Niveau der Mathematikmodule des Studiengangs zu gewinnen, können Sie sich eine Leseprobe des Moduls Mathematik 1 anschauen.

Wenn Sie in nicht allzu ferner Vergangenheit Abitur gemacht haben und dabei in Mathematik keine größeren Probleme hatten, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Liegt Ihr Abitur schon länger zurück oder haben Sie mit Mathematik auf gymnasialem Niveau bisher keine Erfahrung, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, einen Vorkurs in Mathematik zu belegen. Es gibt viele Angebote für solche Vorkurse, die auch für berufstätige Studienanwärter geeignet sind. Hier eine kleine Auswahl:

  • Seit 2019 bieten unsere Mathematik-Dozenten selbst einen Mathe-Vorkurs an, der für die Vorbereitung auf das Studium maßgeschneidert ist. Das Format des Vorkurses entspricht dem normaler Module im Studiengang, es gibt also Studienbriefe, Online-Seminare und eine Präsenzveranstaltung. Details zum Mathe-Vorkurs  finden Sie während des Anmeldezeitraums (ca. November bis Juni) vorne auf unserer Webseite. Der Kurs läuft von Juni bis September.
  • Online Mathematik Brückenkurs OMB+ (zur Zeit noch kostenlos)
  • Skript zum Mathematik-Repetitorium an der FAU. Dieses Repetitorium können Sie nach der Immatrikulation selbstverständlich auch in Präsenz besuchen. Es findet immer Anfang Oktober satt. Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne das Skript des letztjährigen Mathematik-Repetitoriums zur Verfügung.

Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Mathematik-Kenntnisse ausreichen, kontaktieren Sie bitte die Studienberatung.

Der berufsbegleitende Studiengang „Bachelor in Informatik/IT-Sicherheit“ wurde so konzipiert, dass die erfolgreichen Absolventen die Kompetenzen besitzen, die einem Präsenz-Bachelor in der Informatik mit Vertiefung in IT-Sicherheit an einer Universität entsprechen.

Hoch, denn sonst würde der Studiengang universitären Ansprüchen nicht genügen.

Unser Lehr- und Betreuungskonzept unterstützt Sie sehr dabei das Studium zu meistern, aber Sie werden trotzdem viel Zeit und Energie investieren müssen. Am Ende wird sich die Investition aber lohnen!

Betreiben wir mal etwas Mathematik: Was ein ECTS bedeutet, ist klar definiert, nämlich einen Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Stunden. Konservativ gerechnet sind das also bei 25 Stunden pro ECTS  insgesamt 4.500 Stunden Zeitaufwand für ein Bachelor-Studium mit 180 ECTS. 6 Semester = 3 Jahre heißt, dass die Studienzeit 3*52 = 156 Wochen beträgt. Das macht unter dem Strich einen wöchentlichen Zeitaufwand von 28,8 Stunden für das Studium. Dies ist logischerweise der Zeitaufwand eines Vollzeitstudiums, das sich üblicherweise auch über 6 Semester erstreckt.

Kann man das wirklich berufsbegleitend machen? Nun ja, als Superheld vielleicht. Vielleicht ist die Wissensvermittlung aber auch nicht ganz so tief, wie man es bei einem Studiengang mit 180 ECTS erwarten könnte.

Wie dem auch sei, die Arbeitsbelastung ist auch bei 9 Semestern hoch genug und wird so manches Wochenende und so manchen Urlaubstag kosten. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man ein berufsbegleitendes Studium beginnt.

Nach unseren bisherigen Erfahrungen liegt die Abbrecherquote bei 20 bis 30%. Das ist um einiges niedriger als bei den universitären Präsenzstudiengängen in Informatik und spricht für die hohe Motivation der Studierenden und das Betreuungskonzept des Studiengangs. Bei der Fernuniversität Hagen, die nur ein rudimentäres Betreuungskonzept umsetzt,  liegt die Abbrecherquote in Informatik bei  über 90% .

Die Gründe für einen Abbruch des Studiums sind sehr unterschiedlich, Umbrüche im familiären und beruflichen Umfeld werden häufig genannt. Dass wir Studierende sozusagen „rausprüfen“, kommt äußerst selten vor.

Ja, der Studiengang ist akkreditiert. Der Siegelerhalt erfolgte am 21.3.2018.